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Kelheim - Weltenburger Enge (Donaudurchbruch) - Befreiungshalle (Zeitaufwand ca. 2 1/2 Stunden)

In Kelheim

Besonders empfehlenswert ist in Kelheim eine Fahrt auf der Donau durch die Weltenburger Enge, die fälschlicherweise unter der Bezeichnung "Donaudurchbruch" besser bekannt ist, und ein Besuch der Befreiungshalle auf dem Michelsberg in Kelheim.

In der Weltenburger Enge zwängt sich die Donau durch eine enge Schlucht entlang der Kalkfelsen des Oberen Jura. Vor ca. 80.000 Jahren suchte sich ein Nebenfluss der Ur-Donau, die damals im Altmühltal verlief, den Weg durch dieses Gebiet. Die Donau nutzte dann die so entstandene Abkürzung und legte sich ins gemachte Bett. Damit ist die Schlucht bei Weltenburg nicht dem Tatendrang der Donau zuzuschreiben, sondern eher ihrer Cleverness oder Faulheit. Jedenfalls entstand so eines der schönsten Biotope Bayerns, dass König Ludwig I schon 1840 zum ersten Naturschutzgebiet in Bayern erhob.

Schiffsanlegest...
Donaudurchbruch...

Die Fahrt von der Schiffsanlegestelle der Donau in Kelheim durch die Weltenburger Enge, der tiefsten und engsten Stelle der Donau in Bayern, bis zum Kloster Weltenburg dauert ca. 40 Minuten. Unterwegs wird der Passagier über Tonbandansagen mit Informationen versorgt. Außerdem kann man einen wunderschönen Ausblick auf die Befreiungshalle genießen. Nach dieser genussvollen Fahrt, vorbei an "Peter und Paul", der "versteinerten Jungfrau", dem "Räuberfelsen" und vielen anderen namhaften Gesteinsformationen erreicht man die Anlegestelle am Kloster. Ein ca. 400 Meter langer Fußweg führt dann zur Benediktinerabtei, die etwa 600 n. Chr. gegründet wurde und die wahrscheinlich die älteste Klosterbrauerei der Welt beherbergt, wobei auch die Brauerei Weihenstephan diesen Titel für sich in Anspruch nimmt.

Im Inneren der Klosteranlage befindet sich ein Biergarten, der sich bei schönem Wetter nicht über Besuchermangel beschweren kann. Die in Vorhalle, Hauptraum und Presbyterium aufgeteilte Klosterkirche St. Georg lässt ihre innere Schönheit von Außen kaum erahnen. Die Kirche wurde von 1716 - 1739 von den Gebrüdern Asam erbaut und zählt heute zu den eindrucksvollsten Barockbauten Europas.

Blick auf die B...
Befreiungshalle...

Die Rückfahrt vom Kloster Weltenburg nach Kelheim dauert flussabwärts 20 Minuten und man kann die Schönheit der Natur und die bis zu 130 Meter hohen Felswände der Weltenburger Enge noch einmal in vollen Zügen genießen. An der Anlegestelle in Kelheim führt der Weg dann hinauf zum Michelsberg oder man wählt die bequemere Alternative und benutzt die Ludwigsbahn. Dort erwartet den Besucher der imposante Bau der Befreiungshalle, die von König Ludwig I in Auftrag gegeben wurde. Die Halle gedenkt den Befreiungskriegen gegen Napoleon in den Jahren 1813 - 1815. Die Pfeiler der Außenfassade bekrönen 18 Kolossalstatuen als Allegorien der deutschen Volksstämme. Im Inneren reichen sich 34 Siegesgöttinnen aus feinstem Carrara-Marmor die Hand. Wer die über 150 Stufen der engen Wendeltreppe nach oben geht, kann als Belohnung die herrliche Aussicht über die Donau und Altmühl genießen.

Auch wer kein großer Fan von Sightseeing-Einlagen ist, sollte sich diese schönen Eindrücke nicht entgehen lassen. Die Weltenburger Enge und Befreiungshalle gehören sicherlich zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Bayern. Bei der Tourenplanung ist allerdings ein zusätzlicher Zeitaufwand von ca.2 1/2 Stunden zu berücksichtigen.

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