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Kurvenreiche Motorradtour von Berching in der Oberpfalz in die Fränkische Schweiz und zurück

Bei Kirchenwin

Ende Juli 2010 fand im Oberpfälzischen Berching die alljährliche "Berchinale des Lichts" und "Kanal im Feuerzauber" statt. Grund genug, das äußerst gemütliche Städtchen am Main-Donau-Kanal wieder einmal zu besuchen und mit einer Motorradtour in die Fränkische Schweiz zu verbinden.

Die Tour beginnt in Berching. Langgezogene Kurven führen über Holnstein und Seubersdorf nach Hollerstetten. Die Strecke verläuft gelegentlich durch den Wald. Ich umfahre Velburg und komme nach Kirchenwin. Getreidefelder links und rechts der leicht kurvigen Strecke geben einen weiten Blick frei. Kurz darauf biege ich im Kreisverkehr rechts in Richtung Utzenhofen ab. Das Asphaltband wird merklich schmaler und der Straßenverlauf bleibt leicht kurvig. Entlang der Lauterach geht es anschließend durch die reizvolle Landschaft nach Allersburg. Hier biege ich links ab und komme ins Hausener Tal. Schön kurvig führt mich die Straße entlang der Lauterach vorbei an der Burg Heimhof. Die Burg ist laut Wikipedia „eines der wichtigsten noch erhaltenen Burgen-Denkmale in der Oberpfalz".

Bei Götzendorf
Nach Oberachtel
Bei Ursensollen überquere ich die B299 und komme anschließend nach Weiherzant. Ich biege links ab und die schmale Straße bringt mich durch den Wald nach Ammerthal an den Osthang des Fränkischen Jura. Es folgt ein landschaftlich sehr schöner und kurviger Abschnitt. Nach Götzendorf bietet die Strecke zusätzlich noch ein angenehmes Auf und Ab durch die nördliche Oberpfalz. Wenig später komme ich am Segelflugplatz Fichtelbrunn vorbei und biege links auf die B14 ein. Die Bundesstraße ist mich nach ca. 1 ½ km schon wieder los und ich biege rechts Richtung Neukirchen ab. Ein kleines, fast unscheinbares Schild am Straßenrand begrüßt mich mit den Worten „Willkommen im Naturpark Fränkische Schweiz". Nach Neukirchen geht es schön kurvig über Etzelwang und Kirchenreinbach nach Unter- und Oberachtel.

Bei Soranger

Die verkehrsarme, schmale Landstraße führt nach Artelshofen. Kurz begleitet mich die Pegnitz auf diesem kurvigen Abschnitt durch die für diese Region typische Landschaft bis nach Rupprechtstegen. Hier trennen sich unsere Wege schon wieder und ich biege links in Richtung Hormersdorf ab. Die Strecke ist gut ausgebaut und bei ein paar lang gezogenen Kurven bleibt genügend Zeit die Landschaft zu genießen. Schön kurvig geht es auch nach Spies weiter bis zur nächsten Stoppstelle. Hier biege ich rechts ab und nehme Kurs auf Betzenstein. Über die gut ausgebaute Staatsstraße erreiche ich anschließend Weidenhüll. Die Straße wird wieder schmaler, als ich in Weidenhüll links nach Soranger, einem Ortsteil von Pottenstein, abbiege. Die Fahrbahn kommt sehr gut ohne Markierungen aus und entspricht schon eher meinen Vorstellungen von einer „kleinen, kurvigen Landstraße". Weiter geht es über Kleingesee nach Gössweinstein. Hier im Ferienzentrum der Fränkischen Schweiz, wie sich der Markt selbst nennt, finden sich zahlreiche Möglichkeiten für eine mittägliche Einkehr. Gestärkt mit einer flachen Schweineschulter oder besser bekannt als Fränkisches Schäufele, dem Traditionsgericht der Region, mache ich mich wieder auf den Weg. Schnell ist ein schmales Sträßchen gefunden und so komme ich über Hartenreuth nach Leutzdorf.

Bei Trainmeusel
Burgruine Wolfs...
Über die Dörfer Windischgaillenreuth, Trainmeusel, Birkenreuth und Buckenreuth gelange ich nach Bieberbach. Die Straße ist teilweise in einem hervorragendem Zustand und windet sich oftmals sehr tourentauglich durch den Wald. Dass hier praktisch kein Verkehr herrscht muss natürlich ebenfalls auf der Habenseite verbucht werden. Von Bieberbach geht es herrlich kurvig weiter über Affalterthal nach Wolfsberg im Trubachtal. Hoch über den Wohnhäusern ist hier noch die Burgruine Wolfsberg zu erkennen. Die Strecke nach Obertrubach bleibt angenehm kurvig und hoch aufragende Felswände säumen meinen Weg. Nach einem kurzen Stück auf der gut ausgebauten B2 verlasse ich diese bei Hiltpoltstein und fahre in südlicher Richtung nach Oberndorf. Dieser Abschnitt ist wieder einmal geprägt von herrlichen Kurven und Schräglagen. Es folgen etwas längere Ortsdurchfahrten durch Hüttenbach und Simmelsdorf, die nur bedingt für Fahrspaß sorgen. Ich erreiche kurz darauf Hedersdorf und somit auch einige Hopfenfelder. Kurviger geht es dann weiter nach Osternohe.

Bei Stöppach

Die kleine Landstraße schlängelt sich auch weiterhin äußerst motorradfreundlich durch diese Gegend. Über Morsbrunn gelange ich in das idyllisch gelegene Dietershofen. Über die Staatsstraße 2404 komme ich nach Kirchensittenbach, wo mich eine 22prozentige Steigung in Richtung Stöppach erwartet. Die Straße wird hier sehr kurvig und eng und lässt mein Tourerherz behutsam etwas höher schlagen. In Stöppach erwartet mich das nächste Hinweisschild und teilt mir eine 15prozentige Steigung in Richtung Vorra mit. Dieser Streckenabschnitt bleibt eng und kurvig, bietet aber gleichzeitig eine nicht zu verachtende Anzahl an Schlaglöchern. Die weitere Strecke über Alfalter und Hohenstadt ist gut ausgebaut, bietet aber immer noch genügend kurvigen Fahrspaß. Wenig später erreiche ich den Happurger See und auf der dortigen Seeterrasse wird es Zeit für einen Cappu. Nach dem See geht es weiter in südlicher Richtung auf lang gezogenen Kurven durch die offene Landschaft und mit Traunfeld erreiche ich wieder die Oberpfalz. Bis Neumarkt in der Oberpfalz bietet die Tour noch einigermaßen Kurven und entsprechend Fahrspaß, danach führen noch ca. 20 KM auf der B299 ziemlich geradlinig zurück nach Berching. So kurz vor Tourende kann dies aber den positiven Gesamteindruck dieser Runde nicht mehr schmälern.

Streckenlänge ca. 285 km, reine Fahrzeit ca. 4 1/2 Stunden.

Karte zur Tour

Motorradtour von der Oberpfalz in die Fränkische Schweiz.

Screenshot aus Garmin Mapsource/City Navigator NT

Alle Bilder zur Tour

 

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